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Geschichte wird lebendig

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Über 100 ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner aus den vergangenen 60 Jahren hatten sich beim ersten Ehemaligen-Treffen viel zu erzählen.

Einige kamen mit ihren Ehepartnern oder Lebensgefährten, andere brachten ihre Kinder mit und erzählten stolz, wie sie sich entwickelt haben und was aus ihnen geworden ist. Sie kamen aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Berlin, Hamburg und natürlich aus Schleswig-Holstein angereist und erinnerten sich an schöne Erlebnisse aber auch an Bedrückendes. „Das waren eben andere Zeiten“, hieß es dann häufiger, wenn es um Strafen und Ungerechtigkeiten ging. Gerhard Rothgänger ist einer von ihnen. Er hat verschiedene Einrichtungen kennen gelernt, da seine Mutter mehrmals ins Krankenhaus musste. Gute Erinnerungen hat er an die Schwestern. Insbesondere die Küchenschwester, Schwester Donatella, wird nicht nur in seinen Erzählungen immer wieder erwähnt. Sie hat den Jungen offenbar immer wieder mal ganz kräftig „den Kopf zurechtgerückt“, wenn sie etwas ausgefressen hatten. Sie hatte aber auch immer etwas Leckeres zu Essen für sie, das sie großzügig verteilte. Einige verstehen bis heute nicht, warum sie im Kinderheim waren, warum gerade sie, manchmal als einziges von mehreren Geschwistern, aus der Familie herausgenommen wurden.

Viele blieben beim Ehemaligen-Treffen bis zum Ende gegen 21 Uhr und packten auch beim Abbauen mit an. Es gab so viel zu sehen und zu erzählen. Alle waren sich einig, dass so ein Treffen eine gute Sache ist und unbedingt in einigen Jahren wiederholt werden sollte.

Bis dahin möchten wir versuchen, möglichst viele, die vor Jahren und Jahrzehnten hier im Kinder- und Jugendhaus St. Josef gelebt haben und uns bislang unbekannt sind, ausfindig zu machen. Es gibt nur sehr wenige Unterlagen aus der ersten Hälfte und der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Erst ab 1958 haben wir Namenslisten mit den Aufnahme- und Entlassungsdaten, noch nicht einmal das Geburtsdatum ist verzeichnet, geschweige denn das damals zuständige Jugendamt. Wir werden insbesondere über unsere Internetseite regelmäßig dazu auffordern, dass sich die Personen bei uns melden. Es ist uns ein großes Anliegen, mehr aus der Geschichte unserer Einrichtung zu erfahren und wir möchten auch sehr gerne noch viel mehr Ehemalige beim nächsten Treffen persönlich einladen können.

Birgit Brauer

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