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Unser Spendenprojekt: Raum der Sinne einrichten

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Individuelle Förderung durch Heilpädagogik wird verstärkt.

Wir haben schon mehrfach über unsere neuen Ansätze zur individuellen Förderung von Mädchen und Jungen mit besonderem Förderbedarf informiert. Was wir mit einem ausgewählten Mitarbeiterteam aus Heilerziehungspfleger/-innen, Ergotherapeuten/-innen, Heilerzieher/-innen, Therapeuten/-innen und einer Rehabilitationspädagogin im vergangenen Jahr als „Heilpädagogisches Modul“ in einem fachlichen Konzept zusammengefasst haben, findet inzwischen vielfach praktische Anwendung. Unterschiedliche heilpädagogisch orientierte Angebote werden heute in einem festen Wochenplan als spezifische Förderung für Kinder und jüngere Jugendliche angeboten: Psychomotorik-Gruppe, tiergestützte Pädagogik, Kreativwerkstatt, Erlebniszeit – zur Stärkung der Persönlichkeit, heilpädagogisches Spielen, Gartentherapie.

In der Gartentherapie, die immer mittwochs angeboten wird, steht beispielsweise das Handeln im Rhythmus mit der Natur im Vordergrund. Beim Arbeiten mit Erde, Pflanzen und Werkzeugen werden verschiedenste Sinne angeregt und wertvolles Wissen vermittelt. Aktuell gestalten die Mitarbeiter/-innen mit einigen Kindern und Jugendlichen einen „Barfußpfad“ auf dem Außengelände. Der „Barfußpfad“ soll beim diesjährigen Sommerspielefest offiziell eingeweiht werden und kann dann von allen Besuchern ausprobiert werden. Als nächstes wird auch das Angebot einer ganzheitlichen Entspannung und basalen Stimulation, das sogenannte „Snoezelen“ angeboten. Hierfür wird im Haupthaus am Wendum ein besonderer Raum eingerichtet. Wir nennen ihn den RAUM DER SINNE. Für die Einrichtung dieses besonderen Raumes haben wir in den vergangenen Monaten in einer großen Spendenaktion immer wieder um Unterstützung gebeten. Um einen solchen Raum auszustatten, benötigen wir verschiedene Gegenstände und Materialien: Unterschiedliche Lichteffekte, hörbare Wasserelemente, technische Geräte und Instrumente, um Klänge und Melodien zu übertragen, mannigfache Naturmaterialien, Bilder und bequeme Sitzelemente. Viele Freunde und Förderer haben sich von diesem neuen Projekt schon angesprochen gefühlt. Aktuell sind bereits rd. 4.500 Euro zweckgebunden für den RAUM DER SINNE gespendet worden. Vielen Dank für diese Unterstützung! Wir werden in den Sommermonaten mit dem Umbau eines ca. 14 qm großen Raumes im Haupthaus beginnen. Um den Raum entsprechend herrichten und ausstatten zu können sind wir aber weiter auf Spenden für dieses Projekt angewiesen.

Swaantje Dzuik

Manche Kinder brauchen mehr!

Die von uns betreuten Mädchen und Jungen haben in ihrem Leben schon viele Erfahrungen gemacht. Auch haben sie Strategien entwickelt, ihren Alltag zu bewältigen. Einige sind sehr sensibel, andere oftmals laut und aggressiver als Gleichaltrige, wieder andere hinken der durchschnittlichen Entwicklung, die ihrem Alter entspricht, etwas hinterher. Wir fragen uns immer wieder, was das Beste für das jeweilige Kind ist. Individuelle Entwicklung anzuregen, dafür gibt es ganz unterschiedliche Strategien.

spendenprojektraum

Spielsachen und Kuscheltiere sind wichtig für Kinder, auch für die, die in unserer Einrichtung wohnen. Daran fehlt es meistens nicht. Ein Kuscheltier kann beruhigen und ist in manchen Situationen fast unentbehrlich. Wir möchten aber, dass die Kinder angeregt werden zu schauen, wie sie sich fühlen, hinsehen, wie andere auf sie reagieren, entdecken, was sie stark macht und was sie gut können.

Erfahrungen im praktischen Tun vermitteln

Immer wieder geht es darum, die Wahrnehmung zu fördern, die Sinnesfunktionen zu schulen, Aufmerksamkeit und Konzentration zu fördern, das Sprechen und den Austausch mit anderen zu verbessern. Hervorragende Erfahrungen haben wir in den vergangenen Jahren durch den Einsatz von Tieren machen können. Intensive Naturerfahrungen stützen ebenfalls die Entwicklung der Kinder. Doch auch im Haus, in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld, haben wir für die Kinder neue Angebote geschaffen. Die Bewegungsförderung ist nur ein Ansatz, den wir regelmäßig nutzen. Lesen Sie auf der Rückseite, wie die Kinder diese „Spielstunden“, wie sie es nennen, erleben.

Einen Ort für besondere Erfahrungen schaffen

Die Heilpädagogik gibt uns vielfältige Instrumente an die Hand, um die Kinder individuell und ihrer Entwicklung entsprechend zu fördern. Diese Instrumente möchten wir in Zukunft noch mehr nutzen und für unsere Arbeit einen eigenen „Raum der Sinne“ einrichten. Hier sollen die Kinder sehen, hören, riechen und schmecken können. Er soll als Sinnesraum, aber zugleich auch als Entspannungs- und Therapieraum dienen. Um einen solchen Raum auszustatten, benötigen wir verschiedene Gegenstände und Materialien: Unterschiedliche Lichteffekte, hörbare Wasserelemente, technische Geräte und Instrumente, um Klänge und Melodien zu übertragen, mannigfache Naturmaterialien, Bilder und bequeme Sitzelemente.

Helfen Sie mit, einen Raum der Sinne einzurichten! Geben auch Sie unseren Kindern neue Entwicklungschancen.

Vielen Dank!
Birgit Brauer, Gesamtleiterin

Kinder lernen für ihre Zukunft mit allen Sinnen

Mia und Vanessa nehmen seit einigen Monaten regelmäßig an den Angeboten der Bewegungsförderung teil. Wir haben sie einmal beobachtet und von ihren Erfahrungen erzählen lassen:

Mia liegt oftmals im Streit mit anderen. Sie weiß dann einfach nicht wohin mit ihren Gefühlen. In der „Spielstunde“, wie sie es nennt, macht sie ganz eigene Erfahrungen mit sich und ihrer Umwelt: „Ich hätte gar nicht gedacht, dass ich so gut balancieren kann. So zu tun, als ob ich einen reißenden Fluss überqueren muss, macht riesig Spaß. Ich glaube, dann kann ich auch bestimmt noch andere Sachen.“ Dem voraus ging eine erzählte Geschichte von afrikanischen Frauen, die oft lange Wegstrecken, auch durch reißende Flüsse, überwinden müssen, um ihre Familien mit Essen versorgen zu können. Dabei transportieren und balancieren sie ihre Lebensmittel auf dem Kopf. Diese Geschichte animierte Mia und auch ihre Freundin Vanessa dazu, es den afrikanischen Frauen gleichtun zu wollen.

Am Ende wollten Mia und Vanessa von dem aufgebauten Parcours gar nicht mehr lassen. Die Strecken wurden immer wieder aufs Neue ausprobiert und sehr schnell kamen sie auf die Idee, sich gegenseitig dabei zu unterstützen. Vanessa, die am Anfang immer die Erste sein wollte, stellte fest, dass es doch einfacher ist, wenn man sich gegenseitig hilft: „Ich glaube, es ist besser, wenn ich Mia ein wenig helfe, dann schafft sie das nachher auch ganz gut alleine.“

Die Heilpädagogik fördert:

  • Sinnesfunktionen
  • Wahrnehmung und Handeln
  • Kommunikation und Sprachverständnis
  • Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Selbstständigkeit und Alltagskompetenzen
  • Sozialverhalten und Selbstregulierung
  • Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung

Bitte unterstützen Sie die Kinder in unserer Einrichtung durch die Ausstattung für einen Raum der Sinne!

Hier können Sie direkt online spenden!

Ihre Spende hilft und gibt Kindern neue Entwicklungschancen!

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